Histaminliberator

Bezeichnung für eine Substanz, die den Körper dazu bringt, Histamin freizusetzen

Eine erhöhte Histaminfreisetzung im Körper kann durch Zusatzstoffe, wie beispielsweise Tartrazin (Farbstoff in Gummibärchen) oder  andere biogene Amine wie Tyramin (enthalten in Käse, Hefe, Schokolade), Serotonin, Dopamin, Phenylethlyamin, Octopamin ausgelöst werden (siehe unter "biogene Amine").

Auch Stress kann eine erhöhte Histaminfreisetzung zur Folge haben. In unserem Körper wird ständig Histamin in Granula (spezielle bläschenförmige “Aufbewahrungsbehälter“ für Histamin), in Mastzellen und in speziellen weißen Blutkörperchen (basophilen Leukozyten) gebildet und gespeichert. Diese Histaminvorräte des Körpers werden aber, solange wir gesund sind, ständig in einem unbedenklichen Bereich gehalten.

Neben Medikamenten sind auch Stoffe wie Röntgenkontrastmittel, also ionische und anionische Stoffe, Histaminliberatoren. Deshalb empfiehlt Univ.Prof. Dr. Reinhart Jarisch eine Antihistamineingabe vor allen derartigen Untersuchungen.

UV-Strahlen

Bei ungeschützter Sonneneinstrahlung tritt eine physikalische Gewebsverletzung auf oder Verbrennung führen zu verstärkter Histaminausschüttung die Haut wird rot  als Folge erhöhter Durchblutung.

 

Emotionen

Histamin kann auch durch schockartige Ereignisse, Unfälle, Schläge, aber auch grosse Angst oder Schmerzen, selbst während chirurgischen Operationen im Übermass freigesetzt werden.

 

Auch Asthma bronchiale kann durch Histamin provoziert werden. Husten kommt bei Asthma bronchiale vor. Solchen Patienten Codein* als Antitussivum zu verschreiben, ist daher nicht zu empfehlen, so Univ.Prof. Dr. Reinhart Jarisch (Siehe unten "Medikamente"). * Codein, ein Alkaloid, ein Opiat, das als Schmerzmittel (zumeist in Kombination mit Paracetamol), und als Hustenstiller verabreicht wird! Bei einer HIT sollte aber darauf verzichtet werden.

Univ.Prof. Dr. Reinhart Jarisch schreibt, dass auch vermutet wird, dass Drogentote wahrscheinlich nicht primär durch Heroin sondern durch Histamin ums Leben kommen. Bei den untersuchten Drogentoten wurden Heroinspiegel gemessen, die nicht ausreichend hoch waren, um die tödliche Atemlähmung hervorzurufen, aber in einem Drittel der Fälle wurde Tryptaseerhöhung festgestellt. Diese kann im Gegensatz zu Histamin auch noch nach vielen Stunden nach dem Tod nachgewiesen werden. Denn Drogenabhängige klagen oft über einen -vermutlich histaminbedingten - Juckreiz.

 

 Eine genaue Liste mit histaminfreisetzenden Produkten findest du hier!

 

 

 

 

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